Oase an der Weser

 

 

Spirituelle Gedanken und Erfahrungen - philosophische Hintergründe

was mir am Herzen liegt

 

in unserem heutigen geschäftigen und hektischen Alltag sind wir immer wieder auf „Entschleunigungsmaßnahmen“ angewiesen, um in unserer inneren Mitte zu bleiben und noch das Wesentliche und Bedeutsame in unserem Leben zu erkennen und zu erhalten.

 

Mit unserer Gesundheit und unserer inneren seelischen Balance gilt es achtsam umzugehen, sonst sind wir schnell in einer „Burn out Situation“ , die Batterien sind leer und wir stehen „neben uns“.Aus diesem Grunde gibt es immer mehr Menschen, die ins Kloster zur Meditation gehen und Yoga , Qigong und andere Übungen praktizieren um sich zu entspannen und sich selber wieder mehr zu spüren, wieder mit allen Sinnen sich und die Umwelt wahrzunehmen.

 

Das erfordert häufig mehr Zeit und Aufmerksamkeit als wir uns in unserem Alltag gönnen. In den nächsten beiden Links bekommen wir ein paar Anleitungen zur Atem- und Herzmeditation, die uns kurz innehalten lassen um uns wieder mit uns und dem Boden zu verbinden und zu dem zu gelangen, was uns am Herzen liegt.

 

 

 

 

                                

 

 

 

 

                                           

 

 

 

                                        

 

 

                                          Zu meditieren bedeutet nicht, zu kämpfen mit einem Problem.

  Meditieren bedeutet, zu beobachten

 Dein Lächeln beweist es.

 Es beweist, dass Du sanft wirst mit Dir selbst,

 dass die Sonne in Dir in Dein Bewusstsein scheint, 
 

dass Du die Kontrolle über Deine Situation hast. 

                                                                                  Du bist Du selbst, 

und Du ruhst in Dir.

 

nach: Thich Nath Thanh

 

  
 
 

Spiritualität ist die Kunst der Wandlung…

 

Dieser Satz ist aus einem sehr wertvollen „Buch der keltischen Weisheit", mit dem Titel „ANAM CARA" von John O`Donohue.

Viele Gedanken aus diesem Buch kann ich für mich aus vollster Seele unterstützen. Was ich als Essenzen, als Wahrheiten für mein Leben aus den Erfahrungen , die ich gemacht habe erkannt habe, möchte ich hier in meiner Oase weitergeben als Anregung , als Hintergrund für Beratungsgespräche und als immerwährende Wandlung.

O`Donohue schreibt : „Wir dürfen uns nicht zur Veränderung zwingen, indem wir unser Leben in eine vorgefertigte Schablone hämmern. Ja, wir brauchen uns überhaupt nicht der Idee eines vorbestimmten Programms oder Lebensplans zu unterwerfen. Wir sollten uns vielmehr in der ungewohnten Kunst üben, auf den inneren Rhythmus unserer Tage und unseres Lebens zu achten. Diese Achtsamkeit schenkt uns ein neues Bewusstsein unserer eigenen menschlichen und göttlichen Gegenwart… (ANAM CARA, S. 74)

"Es ist weitaus kreativer, nach dem Ideal der Achtsamkeit als nach dem Diktat des Willens zu arbeiten. …Der Wille zwingt das Leben in die entsprechende Richtung und Gestalt. Diese Methode , an die Heiligkeit des eigenen Daseins heranzutreten , ist nicht nur brutal, sondern auch im wahrsten Sinne des Wortes oberflächlich. …

Sobald wir dagegen anfangen, mit einem anderen Rhythmus zu arbeiten, gelangen wir schnell und mühelos heim zu unserem Selbst. Unsere Seele kennt die geographischen Gegebenheiten unseres Schicksals ganz genau. Wenn wir ihr vertrauen, wird sie uns genau an unser vorbestimmtes Ziel führen – aber wichtiger noch: sie wird uns einen sanften, zwanglosen Rhythmus für unsere spirituelle Reise lehren." (Ebenda , S. 75)

„Durch Achtsamkeit auf unsere Sinne kann eine Erneuerung, ja eine vollkommene Veränderung unseres Lebens zustande kommen. Unsere Sinne sind die Führer, die uns tief in die Innenwelt unseres Herzens geleiten können."

„ Das Schönste, was wir überhaupt besitzen, ist unsere Sehnsucht; diese innerseeelische Kraft ist spiritueller Natur und besitzt eine herrliche Tiefe und Weisheit."…" Wir müssen unsere Sehnsucht in keiner Weise unter Druck setzen. „…Sinnlich sein bedeutet, in Gegenwart seiner eigenen Seele zu sein."…" Die Einstimmung in die Sinne kann den verkrampften Glauben und die verhärtete Einstellung lockern." (ebenda, S. 76,77)

 

Unabhängig von Glaubensvorstellungen einer bestimmten religiösen Richtung sind diesen Gedanken und denen des nachfolgenden Beitrages eine starke Herzenskraft und Weisheit eigen, sie befinden sich weniger auf der intellektuellen Ebene als auf einer eigenen dem Herzen nahen Frequenz.

 

 

Diese Frequenz möchte ich für meine Arbeit hier, für alle Angebote zu Hilfe nehmen.

In der Oase lebt alles mit dieser sinnlichen., freundlichen Schwingung, alles ist im Wandel, verändert sich häufig täglich.Der Mensch, der hier auftankt und mitschwingt hat sich entschieden, sein Dasein nicht mehr auf die alte verkrampfte und oberflächliche Art zu gestalten. Er oder sie möchten endlich zu sich selber kommen und auf sanfte und wundervolle Weise die Seele zu Wort kommen lassen.

Schmecken, Riechen, Hören, Staunen , Ruhen und sich bewegen, alles im Rhythmus dieser seelischen Frequenz.

Es entsteht ein mehr achtsames, feinschwingenderes Leben, eine frohe Botschaft für die Seele und für die Potentiale die in dem Menschen gleichsam verschlüsselt verborgen liegen.

Es wird in dieser Zeit etwas deutlich, der natürliche Prozess der inneren und äußeren Wandlung kann wirken.

Vorbedingung ist, dass alte Schocks, Traumen und Blockaden sich langsam bis in tiefe Schichten lösen können. Dafür ist in der Oase eine vertrauensvolle und zulassende Atmosphäre vorhanden.

Das Herz kann aufgehen und die Gefühle wie Freude, Angerührt sein, Lebenslust können wieder aufleben.

 

 

 

Menschen und Visionen: Sulak Sivaraska

Portrait-Serie: Träger des alternativen Nobelpreises

 

MagazinSulak Sivaraska

arbeitete als Sozialwissenschaftler und Herausgeber der 'Social Science Review für Demokratie und Menschenrechte, bevor er mit dem 14. Dalai Lama und dem Zen-Mönch Thich Nath Hanh zum Begründer des 'Internationalen Netzwerks für engagierten Buddhismus' wurde. Mit seinem eigenen Santi Pracha Dharma Institute (Institut für Friede, partizipative Demokratie und Gerechtigkeit) engagiert er sich gegen die Globalisierung und für Förderung regionaler Entwicklung, kultureller Vielfalt, ganzheitliche Erziehung und spirituellen Wachstums. Er erhielt den Alternativen Nobelpreis 1995. 

Engagierter Buddhismus:
Wenn Aktion und inneres Wachstum zusammenfließen .

Eine uralte Erzählung der tibetischen Buddhisten berichtet von einer fernen Zukunft, in der die Welt in zwei Lager aufgespalten und von der Vernichtung bedroht ist. Doch im Moment der größten Krise werde es Menschen geben, die sich ohne Waffen dem scheinbar unaufhaltsamen Niedergang entgegenstellen. Ihre unsichtbaren aber machtvollen Werkzeuge, so heißt es in dem alten Text, seien Einsicht und Mitgefühl.

Vielleicht war es dieser alte Mythos, der die modernen Vertreter der drei großen buddhistischen Schulen, den tibetischen Dalai Lama, den vietnamesischen Zen-Mönch Thich Nath Hanh und den thailändischen Sozial- und Umweltaktivisten Sulak Sivaraska (RLA 1985) dazu brachten, im Februar 1989 das Internationale Netzwerk für engagierten Buddhismus (INEB) zu gründen. Dass die Right Livelihood Foundation den letztgenannten thailändischen Buddhisten mit dem Alternativen Nobelpreis auszeichnete, ist alles andere als ein Zufall. Tatsächlich ist der 'engagierte Buddhismus' ein Paradebeispiel dafür, wie innere spirituelle Entwicklung und sozial-ökologische Aktion eine höchst wirkungsvolle Synthese eingehen können.

Die Entwicklung einer absoluten Achtsamkeit uns selbst und der Welt gegenüber
Kern dieser Lehre ist zunächst die Entwicklung einer absoluten Achtsamkeit uns selbst und der Welt gegenüber: aus der mitfühlenden Wahrnehmung des Leids entsteht die Einsicht in die Ursachen des Leids, der Möglichkeiten der Überwindung des Leids und die Verpflichtung, diesen Weg engagiert zu beschreiten. Thich Nath Hanh formuliert in diesem Zusammenhang den Begriff des cder sich kaum ins Deutsche übersetzen lässt, aber treffend die Einsicht in die enge Vernetzung aller Lebensformen und die menschliche Verpflichtung beschreibt, sich für den Schutz und die Erhaltung der Mitwelt zu engagieren. Ein Wort, hinter dem Gedanken stehen, die unsere Sicht der Welt zutiefst umkrempeln: "Wer tief in eine Blume schaut, der sieht eine Unzahl von Elementen, die zusammengewirkt haben, um die Blume zu ermöglichen." erklärt der Mönch: "In der buddhistischen Terminologie sagen wir, die Blume hat kein selbst, sie hat keine abgetrennte Existenz. Eine Blume besteht vielmehr aus Nicht-Blumen-Teilen. Deshalb spricht der Buddhismus nicht von "Sein" oder "Nicht-Sein" sondern von "gegenseitigem Sein" oder "Intersein"."

Folgt man diesem zunächst verwirrenden Gedanken des fernöstlichen Weisen, so beginnt unser westliches Weltbild zu zerfallen, unsere Konzepte von Subjekt und Objekt, von Leben und Tod, von Innen und Außen, von Ich und dem Anderen. "Intersein heißt, Du kannst nicht sein, ohne mit dem ganzen Kosmos verbunden zu sein."
Das ist weit mehr, als nur eine übersteigerte Erkenntnis aus dem schummrigen Dunkel eines Meditationsraums. Wer sein Leben auf diese Erkenntnis ausrichtet, muss konsequenterweise all seine Beziehungen zur Mitwelt und ihren Bewohnern überdenken, die Form des Konsums, des Wirtschaftens und der Politik. Die Warnung, dass wir mit der Zerstörung der Umwelt uns selbst zerstören, bekommt in dieser Sichtweise eine ganz neue Brisanz.

Die unbedingte Synthese aus geistigem Wachstum und sozialem Engagement
Diese Gedanken bilden die Grundlage für eine tiefgreifende Neuinterpretation spiritueller Praxis: Statt sich der von der Welt abzuwenden und der eigenen Erleuchtung zu widmen, fordern Thich Nath Hanh und Sulak Sivaraska die unbedingte Synthese aus geistigem Wachstum und sozialem Engagement, wennsie sagen, man müsse "die Meditationshalle verlassen und helfen, ohne die Meditation zu verlassen". Die ungeschriebenen Regeln diese Ansatzes, der rund um den Erdball von Hunderttausenden praktiziert wird, lauten: Innehalten, Stillwerden, Hinschauen. Nicht nur auf dem Meditationskissen, sondern bei allen Aktivitäten.

Wenn Thich Nath Hanh der Achtsamkeit lehrende Weise ist und der Dalai Lama die übergeordnete moralische Instanz, dann ist der Thailänder Sulak Sivaraska der Praktiker, der aus den Einsicht Politik und leicht verständliche Slogans macht: "Statt wie der Rest der Welt nach dem Slogan zu leben 'Ich kaufe, also bin ich' sage ich lieber 'Ich atme, also bin ich'. Spiritualität ist nichts mysteriöses, selbst die alten Griechen haben es als 'Atmen' übersetzt. Wenn wir am Leben sind, atmen wir. Wer das nicht glaubt, soll es mal für fünf Minuten unterbrechen. Aber wir ignoriere es und interessieren uns stattdessen für Essen und Erfolg. Wer achtsam atmet, überwindet Ärger, schafft inneren und damit äußeren Frieden. Ökologie und Spiritualität sind im Buddhismus eng verknüpft. Spiritualität heißt, zu wissen wer wir sind, unsere Grenzen und negativen Anteile zu kennen. Negatives kann in Positives verwandelt werden, aus Ärger kann Liebe werden. Daran muss man nicht glauben, sondern man muss es praktizieren. Dann ist es möglich."

Das "International Network for Engaged Buddhists"

wurde gegründet, um das mittlerweile weltweite Engagement dieser Denkschule zu koordinieren, Projekte zur Lösung globaler Probleme zu entfalten und die Zusammenarbeit mit anderen religiösen Traditionen und sozialen Bewegungen zu koordinieren. Die buddhistischen Aktivisten engagieren sich heute in der Friedensarbeit in der III. Welt und den schwelenden Konflikten in Asien, dem internationalen Umwelt- und Tierschutz, der naturgerechten Umgestaltung menschlicher Lebensverhältnisse und dem Schutz der Lebensgrundlagen für kommende Generationen;
dem Schutz von Minderheiten, politisch Verfolgten, dem Wiederaufbau und Rehabilitation von Kriegsopfern;
der materiellen, sozialen und psychologischen Unterstützung von Menschen in Not
sowie der Sozialarbeit mit Jugendlichen, Randgruppen, seelisch Kranken und der Begleitung Sterbender.
Sulak Sivaraska's (RLA 1985) Aktivitäten haben in den letzen 20 Jahren alle diese Themen berührt. Er kämpfte gegen die thailändische Militärdiktatur und für demokratische Rechte, setzte sich mit den thailändischen Bauern gegen die Macht globalisierter Konzerne zur Wehr, protestierte in Waldcamps gegen naturzerstörende Pipelineprojekte, gab Anstöße für ein nachhaltiges und auf lokalen Traditionen aufbauenden Bildungssystems und förderte Initiativen gegen die blinde Übernahme des westlichen Wachstumsmodells in Thailand. Zahlreiche Verhaftungen und versuchte Anschläge haben ihn nicht vom seinem kompromisslosen Pazifismus abgebracht. "Um die heutige Gesellschaft zu verstehen, muss man die Strukturen der Gewalt begreifen", so der Sozialaktivist. "Man muss die Strukturen verändern, statt den Unterdrücker anzugreifen. Statt sich im Kampf gegen äußere Feinde zu verausgaben, geht es darum, den inneren Feind, die große Illusion, zu bekämpfen. Ziel der Meditation ist es, zu erkennen, dass man selbst Teil eines Systems ist, dass den Konsum, unmoralische Wissenschaft oder Umweltzerstörung fördert und die Armen unterdrückt. Wir sollten unsere Feinde lieben, weil sie nicht wissen, was sie tun." Für Sulak Sivaraska bedeutet das, nicht nur die direkte inhaltliche Auseinandersetzung mit den polizeilichen und militärischen Ordnungskräften zu suchen, die ihn immer wieder verhaften, sondern auch mit dem Präsidenten der Weltbank, Michael Wolfensohn in einen persönlichen Dialog über die Gestaltung der Globalisierung zu treten. Um regionale Strukturen zu stärken, hat er schon Ende der 70er Jahre damit begonnen, gemeinsam mit der indigenen Bevölkerung NGO's aufzubauen, in der traditionelles Wissen bewahrt, kulturelle Identität gestärkt und lokale Initiativen gefördert werden.
"Ökonomen messen Entwicklung am Wachstum des Sozialproduktes. So entsteht und wächst Gier. Politiker sehen Entwicklung als Machtgewinn, so entsteht und wächst Hass. Beide messen die Ergebnisse einzig quantitativ. So entsteht und wächst Verblendung. Aus buddhistischer Sicht zielt Entwicklung jedoch gerade darauf, diese drei Gifte zu reduzieren und nicht sie entstehen und wachsen zu lassen. So ist gerade die Reduktion von Verlangen konstituierend für die Entwicklung. Das ist genau das Gegenteil von der materialistischen Vorstellung, die unser konventionelles Denken bestimmt."

Zwei weitere Organisationen: Alternatives to Consumerism und The Spirit in Education
Um die verschiedenen Ansätze zu koordinieren, entstand nicht nur das 'Internationale Netzwerk für engagierten Buddhismus', sondern auch zwei Organisation namens Alternatives to Consumerism und The Spirit in Education. Während der Fokus der Ersteren auf buddhistischen Vorschlägen zur nachhaltigen Entwicklung und dem Aufbau von lokalen Gemeinschaften liegt, konzentriert sich die Letztere mit spirituellen Methoden der Konfliktmediation und Trainings in friedlichen Widerstandsformen, ganzheitlicher Erziehung und künstlerischer Kreativität, sowie dem Lernen von der Natur. Die Initiative Alternative Politics for Asia (APA) initiierte Dialoge zur Nachhaltigkeit zwischen Asien und den islamischen Ländern, sowie zwischen Asen und Europa und entwickelte aus der Überzeugung, dass es zu nachhaltiger Entwicklung nur durch einen tiefgreifenden Werte- und Weltbildwandel kommen könne einen "Ökospirituellen Maßnahmenkatalog". Mit seinem eigenen Santi Pracha Dharma Institute (Institut für Friede, partizipative Demokratie und Gerechtigkeit) 2wurden aber auch so ungewöhnliche Projekte initiiert, wie eine Sammlung von Mythen und Legenden, mit deren Hilfe über Jahrhunderte nachhaltige Werte in verschiedensten Kulturen vermittelt wurden.

Im Mittelpunkt aller Aktivitäten steht die Ablehnung der westlichen konsumorientierten Entwicklungsmodelle und die Förderung kleinräumiger indigener Kulturen und die Stärkung inneren Wachstums. Die Aktivitäten heben sich dadurch hervor, dass sie frei sind von missionarischem Eifer und statt einer nur spirituellen Dimension auch das gemeinsame soziale Engagement betonen. Psychologisches Werkzeug ist auch hier das Mitgefühl mit dem Leiden in der Welt, wobei die Trennung zwischen dem Individuum und der Welt mit der Philosophie des 'Interbeing' irrelevant wird. Die Arbeit findet wohl deshalb so viel Nachhall, weil hier die uralte Trennung zwischen politischer Aktion und spirituellem Wachstum erfolgreich aufgehoben wird. Die meditative Praxis der Achtsamkeit dient nicht länger dem Zweck, erleuchtet der Realität zu entschweben, sondern sollen als "Treibstoff" für soziales Handeln zu wirken. Wachheit führt, so sagen engagierte Buddhisten, zu Mitgefühl und dem Impuls der Veränderung, die im Alltag beginnen muss.

Mehr Informationen unter
www.sulak-sivaraksa.org

Quelle: Goethe Institut 2005


 

Auszüge aus dem Buch „Kunst des Seins“ von Erich Fromm (1976)

 

Unter der Kunst des Seins versteht Erich Fromm unter anderem:

„die Bereitschaft, alle Formen des Habens aufzugeben und ganz zu sein.“

 

„Sicherheit, Identitätserleben und Selbstvertrauen, basierend auf dem Glauben an das, was man ist, und auf dem Bedürfnis nach Bezogenheit, auf Interesse, Liebe und Solidarität mit der Umwelt, statt des Verlangens zu haben, zu besitzen und die Welt zu beherrschen und so zum Sklaven des eigenen Besitzes zu werden.“

 

„Annahme der Tatsache, dass niemand und nichts außer uns selbst dem Leben Sinn gibt, wobei diese radikale Unabhängigkeit und Nichtheit (no thingness) die Voraussetzung für ein volles Engagiertsein sein kann, das dem Geben und Teilen gewidmet ist.“

 

„Die Fähigkeit, wo immer man ist, ganz gegenwärtig zu sein. Freude aus dem Geben und Teilen, nicht aus dem Horten und der Ausbeutung anderer zu schöpfen.“

 

„Liebe und Ehrfurcht vor dem Leben in allen seinen Manifestationen zu empfinden, und sich bewusst zu sein, dass weder Dinge noch Macht, noch alles Tote heilig sind, sondern das Leben und alles, was dessen Wachstum fördert.“

 

„Bestrebt zu sein, Gier, Haß und Illusionen so weit wie es einem möglich ist, zu reduzieren.“

„Imstande zu sein, ein Leben ohne Verehrung von Idolen und ohne Illusionen zu führen, weil eine Entwicklungsstufe erreicht ist, auf der der  Mensch keiner Illusion mehr bedarf.“

 

„Bestrebt zu sein die eigene Liebesfähigkeit sowie die Fähigkeit zu kritischem und unsentimentalen Denken zu entwickeln.“

 

„Imstande zu sein, denen eigenen Narzissmus zu überwinden und die tragische Begrenztheit der menschlichen Existenz zu akzeptieren.“

 

„Sich bewusst zu sein, dass die volle Entfaltung der eigenen Persönlichkeit und der des Mitmenschen das höchste Ziel des menschlichen Lebens ist.“

 

„Wissen, dass zur Erreichung dieses Zieles Disziplin und Anerkennung der Realität nötig sind“.

„Wissen, dass Wachstum nur dann gesund ist, wenn es sich innerhalb einer Struktur vollzieht, und den Unterschied zwischen „Struktur“ als Attribut des Lebens und „Ordnung“ als Attribut der Leblosigkeit, des Toten, zu kennen.“

 

„Entwicklung des eigenen Vorstellungsvermögens, nicht nur zur Flucht aus den unerträglichen Bedingungen, sondern als Vorwegnahme realer Möglichkeiten“

 

„ Andere nicht zu täuschen, sich aber auch von anderen nicht täuschen zu lassen; man kann unschuldig, aber man soll nicht naiv sein.“

 

„Sich selbst zu kennen, nicht nur sein bewusstes, sondern auch sein unbewusstes Selbst; von dem jeder ein schlummerndes Wissen in sich trägt.“

 

„ Sich eins zu fühlen mit allem Lebendigen und daher das Ziel aufzugeben, die Natur zu erobern, zu unterwerfen, sie auszubeuten, zu vergewaltigen und zu zerstören und statt dessen zu versuchen, sie zu verstehen und mit ihr kooperieren.“

 

„Unter Freiheit nicht Willkür zu verstehen, sondern die Chance, man selbst zu sein – nicht als ein Bündel zügelloser Begierden - sondern als fein ausbalancierte Struktur, die in jedem Augenblick mit der Alternative  Wachstum oder Verfall, Leben oder Tod konfrontiert ist.“

 

„Wissen, dass das Böse und die Destruktivität notwendige Folgen verhinderten Wachstums sind.“

„Wissen, dass nur wenige Menschen Vollkommenheit in allen diesen Eigenschaften erreicht haben, aber nicht den Ehrgeiz zu haben, da Ziel zu erreichen, eingedenk, dass ein solcher Ehrgeiz nur eine andere Form von Gier und Haben ist.“

 

 

Diese Gedanken und Überlegungen, die Erich Fromm 1976 in seinem Buch „ Die Kunst des Seins“ niederschrieb haben für mich seit mehr als 30 Jahren volle Gültigkeit. Dieses Bewusstsein, von vielen Menschen geteilt und umgesetzt würde eine völlig neue Realität erschaffen.

 

Es gibt für mich keinen Zweifel, dass dieses Bewusstsein uns selber zu einem gesunden und menschenwürdigen Leben verhilft aber auch in einer sich dramatisch wandelnden Welt mit Klimawandel und Wirtschaftskrise eine Überlebenschance als menschliche Gesellschaft gibt. Ohne eine Hinwendung zu diesen Werten würde die Welt immer mehr ins Ungleichgewicht geraten und schließlich würde sich der Mensch und seine Umwelt selbst nachhaltig zerstören.

 

Es ist erstaunlich, dass dieses Denken , wo es doch so überlebensnotwendig ist, so wenig Raum findet im Denken und Handeln der meisten Menschen. Mitgefühl, Kooperation, liebevolle Anteilnahme und mutiges Herangehen an die Herausforderungen des Lebens mit Augenmaß und Humor, ist noch viel zu selten Praxis in unserer Gesellschaft.

 

Im Sinne der oben genannten Thesen werde ich meine Oase zu einem Ort der Begegnung, der Lebensfreude, des Experimentierens und des zwanglosen Verweilens und Meditierens ausbauen und dadurch die Hoffnung auf eingemeinschaftliches und menschenwürdiges Dasein in Liebe und Zuversicht stärken.

 

1. Liebe dich selbst bedingungslos aus ganzem Herzen,

dann begegnet dir die Liebe auf allen Ebenen des Seins.


2. Folge der Liebe deines Herzens und sei dir treu.


3. Folge deiner Freude und gib ihr einen kreativen Ausdruck.


4. Sei immer ehrlich und wahrhaftig mit dir selbst,

achte auf das Wesen deiner Absicht.


5. Glaube zuerst dir selbst und deiner eigenen Wahrheit.

Erhalte dir deine neutrale Wahrnehmung,

die dich aus jeglichem Vor-Urteil befreit.


6. Befreie dich emotional, geistig, mental und seelisch

von jeglicher Einschränkung und Begrenzung

aus Mangel, Angst, Schuld, Zweifel, Hass, Misstrauen, Missbrauch und Abhängigkeit

aus diesem und deinen vorherigen Leben.

Erkenne in dir jederzeit den göttlichen Ausdruck der Quelle.


7. Achte deinen Körper als deinen lebendigen Tempel deiner Seele.

Pflege und bewahre ihn in einem ausgewogenen Maße.

Erkenne körperliche Krankheit als ein Anzeichen für Disharmonie

in deinem Körper-Seele-Geist-System.

Lerne, dass du außer deinem festen Körper auch einen energetischen Körper hast,

über den Heilung, Ausgleichung und Harmonie für dich hergestellt werden kann.


8. Vertraue auf den schöpferischen Fluss des Lebens

und in deine göttliche Führung,

mit der du eine Einheit bist,

denn ihr seid ein wichtiger Teil von Allem-Was-Ist.


9. Achte die Natur des Planeten als einen lebendigen Organismus,

mit dem du in Einheit schwingst.

Vertraue darauf, dass deine Existenz gesichert ist

und du versorgt bist mit allem,

was für dich gut und richtig ist.


10. Achte auf einen respektvollen und achtvollen Umgang mit dir selbst

sowie mit allen anderen Menschen und Wesenheiten, denen du begegnest.

Vergib dir und deinen Feinden vollständig alle Arten von Verletzungen,

die jemals entstanden sind.


11. Richte deinen Geist aus auf die göttliche Ordnung und die Liebe,

deinen inneren und äußeren Frieden, so dass sie sich vermehren können.

Ehre den Augenblick als ein Geschenk,

in dem sich zu jederzeit deine Wahrheit offenbart.


12. Vermeide den Umgang

mit zerstörerischen,

manipulativen und respektlosen Strukturen,

Wesenheiten, Menschen und Situationen.


Hier auch als PDF Datei

  aus http://www.mahatma-portal.de/#meine_12_gebote.html

 

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